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Der Mensch ist ein von Natur aus faules Gruppentier. Sein Erfindungsreichtum verdankt er im Grunde der Angst vor dem Ausgestossensein weil nur echte Not erfinderisch macht. Schon aus der Physik ist es bekannt: die Masse ist

träge und nur wer sich von der Masse entfernt, dessen Potential steigt. 

Wer stets im Mittelpunkt steht ist mit sich stets zufrieden und braucht 

nach nichts zu streben, sagt uns die Massenpsychologie. 

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Nicht das Sein, alleine das Werden fragt nach Engagement.  Bei Goethe 

kann man es nachlesen: Wer fertig ist braucht es Niemandem mehr 

recht zu machen. 

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Doch nicht jedes Potential ist seinem Träger auch zuträglich, viele Werdende scheitern trotz Engagement und gutem Willen. Es gibt Menschen die 

sagen es fehle ihnen an Talent, doch Vorsicht: Weil wir nur uns 

selbst kennen müssen wir stets von uns auf Andere schließen. 

Lacan sagt unser Urteil ist unsere ursprüngliche Teilhabe. Jedes Zeugnis das ich einem Anderen ausstelle verrät mehr über mich als über den Probanden.

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Die Zeit frisst den, der sie vergeudet. Coaching ist kein geschützter Begriff. Keine staatlich anerkannte Ausbildung oder wissenschaftlich fundierte Quali-tätsstandards garantieren eine gute Behandlung. Dabei ist der Rat immer nur so gut wie der Ratgeber. 

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Die Strategien reichen von reichen von Selbstfürsorge-Apellen in realitäts-fernen Wolkenkuckucksheimen bis hin zu Überlebenscoaching auf steilen Karriereleitern. Die Experten sind sich einig, den einen mangele es an betriebs-wirtschaftlichen Kenntnissen, den anderen an Selbsterfahrung. 

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Viele scheitern gerade wegen ihres Ehrgeizes. Im Angestelltenverhältnis kann Engagement in bestimmten Situationen schädlich für die Karriere sein, selbst wenn die Ziele des Unternehmens anders lauten. Daher glauben viele Angestellte an informelle Spielregeln, die bestimmen wie viel Engagement tatsächlich erwartet wird. 

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Ist mein Chef eine „Frau Holle“ oder der „Bürgermeister von Hameln“? Habe ich Vorteile wenn ich mehr Engagement zeige als die Anderen oder werde ich ohne Lohn die Stadtmauern verlassen wie der „Rattenfänger von Hameln“ weil ich mit meiner Arbeitsethik nicht ins Team passe? 

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Wie viel Engagement kann ich mir, gemessen an der Lebensarbeitszeit und meiner Lebenskraft, überhaupt leisten?

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Abbildung des Rattenfängers aus der Mörsperg-Handschrift, Rattenfänger-Motiv, Inv.-Nr.: Hs 1, Copierechte beim Schlossmuseum Sondershausen, Fotograf: H. Rötting